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Hollywood Reporter: Review für Four Sheets to the Wind

Quelle: The Hollywood Reporter eMail Newsletter; Übersetzung von C.K.

"Four Sheets to the Wind" in einem Satz zusammengefasst: Eine erhebende Geschichte über einen jungen Indianer der sich aus der Sicherheit seines Reservats wagt.

Von Duane Byrge; Januar 2007

Obwohl die Erzählung in Oklahoma stattfindet, kulturspezifisch ist und sich auf einen jungen Seminole/Creek Indianer konzentriert , lässt sie sich, in bester Tradition von Filmen über das Erwachsenwerden, ebenso auf die Allgemeinheit übertragen.

PARK CITY - In der Vergangenheit hat Sundance wundervoll unterhaltsame exzentrische Indianerfilme wie "Pow-Wow Highway" und "Smoke Signals" gezeigt. Diese Tradition wird mit diesem bezaubernden äußerst charakteristischen Dramatikbeitrag "Four sheets to the Wind" weitergeführt. Als fesselnder Publikumserfolg hier beim Sundancefestival könnte der Beitrag ein starker Anwärter für den Publikumsaward sein.

Umrahmt mit der spielerisch weisen Begleitstimme eines Indianers, der kurz zuvor verstorben ist und seinen Sohn Cufe bittet seinen Leichnam lieber in einem Teich zu versenken anstatt ihn dem Rummel einer modernen Beisetzung auszusetzen, plätschert "Four sheets" auf weise und lockere Art vor sich hin. Der Tod des alten Mannes belebt Cufe und bringt ihn dazu sich aus der Sicherheit seines Reservats hinauszuwagen. Während Cufe über den Tod seines Vaters sinniert wird ihm klar, dass sein künftiges Leben davon abhängig ist, das Reservat zu verlassen. Er erkennt, dass sein momentanes Leben, das daraus besteht Dächer zu decken und zu trinken, kein wirkliches Leben ist.

Trotzdem ist Cufe kein junger Mann, den die Wanderlust gepackt hat, und er ist nur deshalb in der Lage den Absprung aus seinem alten Leben zu schaffen, da er eine Schwester hat, Miri, die in der großen Stadt lebt - keine geringere als Tulsa. Cufe stellt fest, dass sie eine Randexistenz führt, einen niederen Job ausübt und mit notgeilen Proleten feiert. Nichts desto trotz wird Cufe durch das neue Land inspiriert, was zum Teil wohl daran liegt, dass er eine sympathische und abenteuerlustige junge Weiße kennen lernt, die seine zurückhaltende Weisheit und seinen verführerischen Charme bewundert.

In alter Tradition von Filmen über das Erwachsenwerden webt "Four Sheets" eine persönliche Geschichte die alle Grenzen von Kulturerbe oder geographischen Gegebenheiten überschreitet. Obwohl die Erzählung in Oklahoma stattfindet, kulturspezifisch ist und sich auf einen jungen Seminole/Creek Indianer konzentriert , lässt sie sich, in bester Tradition von Filmen über das Erwachsenwerden, ebenso auf die Allgemeinheit übertragen.

Die Ausführungen sind äußerst zurückgenommen. Lightnings Darstellung von Cufe, in der er dessen zurückhaltende Stärke - von der er nie wusste, dass er sie hat - einfängt, ist erstklassig. Podemskis Verkörperung seiner saufenden Schwester zeigt die Einsamkeit und Ängste der jungen Frau, während Bailey als Cufes neue große Flamme aus der Großstadt fasziniert.

Unter den sicheren aber skurrilen Händen des Filmemachers Sterlin Harjo zieht "Four Sheets" den Zuschauer in seinen Bann, was zum großen Teil wohl auch an dem talentierten technischen Team liegt. Besonders Jeff Johnstons Filmmusik ist eine inspirierende Mischung: Seine Klänge pulsieren mit ausgezeichneter Gelassenheit in Gleichklang mit Cufes eigenem inneren Rhytmus.

FOUR SHEETS TO THE WIND

Indion Entertainment Group
Credits:
Screenwriter-director: Sterlin Harjo
Producers: Chad Burris, Ted Kroeber
Executive producer: Cheyenne Fletcher
Director of photography: Frederick Schroeder
Production designer: Carla Marie Rugg
Music: Jeff Johnston
Cast:
Cufe Smallhill: Cody Lightning
Cora Smallhill: Jeri Arredondo
Miri Smallhill: Tamara Podemski
Francie: Laura BaileyFrankie Smallhill: Richard Ray Whitman
David: Christian Kane
Sonny: Mike Randleman

Filmdauer -- 90 Minuten
Keine Altersbeschränkung



Updated: 11. Mär 2009
by Amancham